Was wäre, wenn du nicht ständig „solltest“?

viele Seifenblasen die in der Luft schweben

Wir alle sind von ganz vielen unterschiedlichen Meinungen, Ansichten und Vorstellungen umgeben, wie wir etwas zu tun haben.

Ein Teil davon kommt von Außen auf uns zu z.B. in Form von unseren Eltern: “Mensch, Kind, mach mal etwas aus deinem Leben” oder von Freunden, welche subtil suggerieren “Bleib in deiner Rolle innerhalb der Gruppe” oder der Gesellschaft: “Jede Bürger sollte produktiv und angepasst sein, damit das Leben gut funktioniert.”

Diese ‘sollte-Aussagen’ können viele von uns bewusst im Moment wahrnehmen, sie dementsprechend identifizieren und mit mehr oder weniger Hilfe einordnen und bewusst darauf agieren.

Die ‘sollte’Aussagen’, die meist viel schwerer zu identifizieren sind, sind jene, die von uns selbst kommen.

“Ich sollte schon viel weiter im Leben sein.”

“ich sollte doch glücklich und entspannt sen.”

“Ich sollte niemanden mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen belasten.”

“Ich sollte mich mehr bewegen, gesünder essen, disziplinierter sein, …”

Sie sind immer bei uns und schleichen sich zwischen anderen Gedanken einfach so ein, dass sie nicht ganz so offensichtlich sind wie jene, welche von Außen kommen.

Die meisten Gedanken und Glaubenssätze kann man einem der fünf inneren Antreiber zuordnen, welche in den 50ern und 60ern von Eric Berne und Thomas Harris begründet wurden:

  • Sei stark!

  • Sei perfekt!

  • Mach es allen recht!

  • Streng Dich an!

  • Mach schnell!

Im Grunde genommen steht hinter den inneren Antreibern eine positive Eigenschaft, jedoch ist das Maß wichtig. Wenn wir uns selbst zu sehr damit unter Druck setzen, stresst es uns und hat negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden.

Das bewusste Erkennen ist der erste Schritt aus dieser Stressspirale.

Welche „Sollte“-Aussagen gehören eigentlich nicht mehr zu dir?



© Unsplash / Andrew Keymaster

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Vom Zuschauen und Loslassen: Gedanken wie Wolken am Himmel