Warum „Sicherheit“ oft Langeweile ist: Ich bin das Risiko wert.
Kennst du die Angst, abgelehnt zu werden?
Vielleicht hebst du deshalb nicht die Hand in einem Teammeeting, um nicht „dumm“ dazustehen. Oder du benutzt ein bestimmtes Gerät im Fitnessstudio nicht, das du eigentlich gerne mal ausprobieren würdest; du weißt nicht recht, wie man es benutzt und willst nicht von der Seite schräg angesehen werden, während du es herausfindest – also meidest du es lieber.
Oder du willst neben deinem Job eigentlich schon länger ein Herzensprojekt mit der Welt teilen; was ist, wenn die anderen das dann blöd finden.
Etwas Neues auszuprobieren, einen neuen Weg zu gehen und unbekanntes Terrain zu erkunden, bedeutet Risiko.
Oft denken wir bei Risiko an den Verlust.
Aber was genau riskiert du, wenn du dich auf dich einlässt?
In Beziehungen oder im Job bedeutet das Risiko, dass man investiert (Zeit, Herz und Geld) und es vielleicht nicht funktioniert. Aber: Die Investition lohnt sich allein wegen der Erfahrung, die du sammelst und der inneren Ruhe, die sich einstellt, weil du deinen Weg gegangen bist.
Es fällt uns jedoch sehr schwer, das zu fühlen. Der mögliche Widerstand, die mögliche Konfrontation mit dem „Versagen“, fühlt sich realer an. Selbstzweifel und Gefühle des „Nicht-Gut-Genugs“ sind präsent. Und dann kommt noch der Schutzmechanismus des Gehirns hinzu, der uns vor dem Schmerz der Zurückweisung bewahren will. Wenn wir uns selbst kleinhalten, kann uns niemand treffen.
Du bist das Risiko wert!
In einer Welt voller Filter und Fassaden ist jemand, der echt ist, ein seltenes Geschenk – auch wenn es „anstrengend“ oder „riskant“ sein kann, weil man keine Masken mehr tragen kann. Auch wenn das Risiko besteht, verletzt zu werden – die Belohnung (echte Liebe, tiefe Freundschaft, beruflicher Erfolg durch echte Leidenschaft) ist unendlich viel höher als der mögliche Verlust.
„I am worth the risk.“
Wie lebt man diesen Satz?
Sag nein zu halben Sachen. Lerne zu kommunizieren: „Ich bin komplex, aber ich bin es wert.” Fordere das Gehalt oder gehe auf Projekte zu, die vielleicht „zu hoch“ erscheinen. Du bist eine Investition, keine Kostenstelle.
Achte darauf, auf wen du hörst und aus welcher Perspektive dir eine Person einen vermeintlich gut gemeinten Tipp gibt. Ist sie dort, wo du hinwillst, oder handelt es sich um jemanden, der aus seiner eigenen begrenzten Sichtweise heraus Ratschläge erteilt?
Hör auf, dich für andere (oder für dein ängstliches Ich) zu verkleinern.
In welchem Bereich deines Lebens musst du dir heute sagen: I am worth the risk?
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