Zwischen Zweifel und Sinn: Wie Purpose wirklich entsteht

Junge springt im Wald auf dem Weg

Zwischen Zweifel und Sinn: Wie Purpose wirklich entsteht

Laut Umfragen können weniger als ein Drittel der Erwachsenen ihren eigenen „Purpose“, ihren Lebenszweck benennen. Bei vielen kommt dann das schlechte Gewissen: „Ich verschwende mein Leben.“ Es schleicht sich eine leise, ständige Angst in dein Leben, dass du nicht genug bist, wenn du nicht in einer einzigen, perfekten Aussage sein Lebensziel zusammenfassen kann.

Das ist jedoch irreführend. Dein Lebensziel ist kein Produkt von einem Aha-Moment oder einem Satz, der alles genau auf den Punkt bringt. Dein Purpose ist das Ergebnis deiner Arbeit.

Es entsteht nicht im Moment, sondern es entwickelt sich langsam und schrittweise.

Es ist etwas, dass man praktiziert durch kleine Handlungen:

  • Ein Gespräch, das zählt.

  • Eine Aufgabe, die du mit Herz erledigst.

  • Ein Projekt, das dich interessiert - auch wenn niemand davon weiß.

Purpose entsteht durch Ausprobieren, Fehlschlagen, Anpassen und Wiederholen. Es ist nicht perfekt; es ist authentisch.

Wenn man den Purpose auf Leidenschaft oder Berufung reduziert, wird er unerreichbar und die Menschen, die dies nicht spüren, haben das Gefühl, dass mit ihnen irgendetwas nicht stimmt.

Ziel ist es nicht, dein Purpose zu finden.

Ziel ist es, etwas zu tun, das dir etwas bedeutet.

Es gibt kein Zeitlimit für wer du bist.

Du musst nicht mit 25, 30 oder 40 „fertig“ sein.

Du musst nicht dein Leben in eine einzige, schillernde Aussage pressen.

Du darfst langsam sein.

Du darfst zweifeln.

Du darfst nicht wissen, was du willst – und trotzdem etwas tun.

Was tust du jetzt schon, was dir etwas bedeutet?

© Unsplash / Markus Spiske

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