Warum du deine Ziele nicht erreichst – und was du wirklich tun musst, um durchzuhalten

Frau sitzt auf dem Bett und streckt ihre Arme in die Luft

Schon einmal etwas begonnen und dann in Laufe von wenigen Tagen oder Wochen wieder aufgehört?

Vielleicht wolltest du endlich fit werden, hast dich beim Fitnessstudio angemeldet und wolltest durchstarten. Genau 3 Wochen hast du dich dort hingequält und dann kamen auf einmal Dinge dazwischen: auf Arbeit ist es momentan einfach stressig, dann hast du nach Feierabend keine Kraft mehr, zum Fitnessstudio zu gehen. Oder dein Kind, Mann oder Hund ist krank geworden und du musstest dich um sie kümmern, etc.

Egal. Es gibt Wege, wie du dran bleibst und deine Ziele wirklich erreichst. Und dabei geht es nicht um Willenskraft, sondern um handfeste Reflektionen & Strategien, die du für dich nutzen kannst.

Getting consistent isn’t about willpower. It’s about identifying and removing the real roadblocks.
— Kayla Jury

Hier sind die 4 echten Hindernisse für Konsistenz (und wie du sie überwindest):

1. Du magst den Prozess nicht

- Symptom: Du „schwitzt“ dich durch die Übung, fühlst dich müde, gereizt oder leer danach. 

- Frage an dich: „Würde ich das tun, wenn es Spaß machen würde?“ 

- Lösung:

Suche nach einer Form, die dir Freude bereitet (z. B. statt Joggen, geh tanzen)

Verändere die Umsetzung: Musik, Freunde, andere Umgebung (z.B. wenn du lieber schreibst, als zu meditieren, dann schreibe 5 Minuten über deine Gedanken. Das ist auch Achtsamkeit.)

2. Dein „Warum“ ist zu schwach

- Symptom: Du gibst nach ein paar Tagen auf – „Ich habe einfach keine Motivation mehr.“ 

- Frage an dich: „Warum ist das wirklich wichtig für mich? Was würde sich ändern, wenn ich es durchhalte?“ 

- Lösung:

Formuliere dein „Warum“ emotional und konkret (z.B. „Ich will gesund bleiben, damit ich mit meinen Kindern Fußball spiele – nicht, weil ich abnehmen will.“) und hänge es sichtbar z.B. am Kühlschrank auf

3. Du versuchst zu viel auf einmal

- Symptom: Du startest nicht nur mit einer neuen Gewohnheit, sondern gleich mehreren – und das überwältigt dich und du hörst auf.

- Frage an dich: „Was ist das eine Ding, das wirklich einen Unterschied macht?“ 

- Lösung:

Starte winzig: Mach den Schritt so klein, dass du ihn gar nicht nicht tun kannst. 😉 

Fokussiere dich auf eine Gewohnheit, bis es für dich normal geworden ist (z.B. statt „Morgens 30 Minuten Sport + Meditation + gesundes Frühstück wird es „Ich mache Gleichgewichtsübungen während ich mir morgens die Zähne putze.“)

4. Die Gewohnheit passt nicht zu deinem Leben

- Symptom: Du fühlst dich ständig „gezwungen“, als müsstest du dich anpassen. 

- Frage an dich: „Passt das wirklich zu meinem Alltag? Zu meinen Werten? Zu meiner Energie?“ 

- Lösung:

Ändere die Gewohnheit/dein Ziel so, dass es zu dir passt (z.B. wenn du nach der Arbeit zu müde bist, um zu trainieren – dann mach es am Morgen, im Park oder mit einem Freund.)

Konsistenz ist kein Kampf gegen den inneren Widerstand– es ist ein individueller Prozess.

Ddu keine Superwillenskraft, sondern Klarheit über dein „Warum“, Spaß am Prozess, Einfachheit (weniger ist mehr) und echte Passgenauigkeit zu deinem Leben.

Also schau mal und sei neugierig. Wähle eine Gewohnheit, die du seit Wochen nicht durchhältst und frag dich: 

1. Mag ich den Prozess? 

2. Ist mein Warum stark genug? 

3. Versuche ich zu viel? 

4. Passt das zu meinem Leben? 

Dann verändere eine Sache und probiere es neu.

Die wahre Kraft der Konsistenz liegt nicht in der Willenskraft, sondern in der Neugierde, die Hindernisse zu erkennen und zu beseitigen.



© Unsplash / Bruce Mars

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